Ein offenes Ohr für junge Menschen
Wo Fragen ausgesprochen werden dürfen, Gedanken Raum finden und junge Menschen Schritt für Schritt den Mut entwickeln, ihren eigenen Weg zu gehen – die Arbeit der Jugendpastoral in Cochabamba Bolivien
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Cochabamba gilt als das katholische Zentrum Boliviens. Die Stadt beherbergt nicht nur die wichtigste theologische Fakultät des Landes, sondern auch zahlreiche religiöse Kongregationen.
Die Kirche ist in diesem Teil des Landes stark engagiert: Während die pastorale Caritas unter der Leitung von Erzbischof Oscar Aparicio Menschen unterstützt, die von Armut, Migration oder Haft betroffen sind, richtet sich ein weiterer Teil der Arbeit an junge Menschen. Die Jugendpastoral («Pastoral Juvenil», PJ) und die diözesanen Missionswerke («Obras Misionales Pontificias», OMP) begleiten Teenager und verstehen sich als Anlaufstelle für dieselben. Gerade in dieser Lebensphase suchen viele Jugendliche nach Antworten auf grundlegende Fragen – nach ihrer Identität, ihrem Lebensweg und der Bedeutung des eigenen Glaubens.
Wo Raum für Fragen geschaffen wird
Carla Delgado engagiert sich dafür, dass solchen Fragen Raum geben wird. Als Direktorin der diözesanen OMP und Leiterin der PJ der Erzdiözese Cochabamba setzt sie sich gemeinsam mit ihrem Assistenten Leonardo und ihrem Team dafür ein, jungen Menschen verlässliche Gesprächspartner zu sein und sie auf ihrem Weg zu begleiten.
Im Gebäude der PJ entsteht sodann ein Ort der Begegnung, wo Priester, Ordensleute und geschulte Laien Jugendliche unterstützen: Ein Raum für psycho-soziale und seelsorgerische Gespräche.
Gemeinschaft, die trägt
Das Angebot der «Pastoral Juvenil» umfasst auch Gruppenaktivitäten, in denen Jugendliche aber auch Kinder durch Spiele und Begegnungen, Zugehörigkeit erfahren. So lernen sie von klein auf, sich selbst bewusster wahrzunehmen und den Blick für ihre Mitmenschen zu schärfen.
Dieses bunte Miteinander wird auf dem Areal durch einen Ort der Stille abgerundet: die Kapelle. Als Gegenpol zum oft bewegten Alltag lädt sie dazu ein, innezuhalten und zur Ruhe zu kommen. In Gebet, Eucharistie und Anbetung finden hier Jugendliche und Erwachsene einen Raum, um ihren Glauben zu vertiefen.
Ein Ort, der stärkt
Damit sowohl die Kapelle als auch die Räume der Jugendpastoral ihre volle Wirkung entfalten können, braucht es eine angemessene Innenausstattung. Derzeit fehlt es an grundlegenden Elementen wie geeigneten Sitzmöglichkeiten für Gespräche, Materialien für die pastorale Arbeit und schlichten, sakralen Elementen in der Kapelle.
Für die Finanzierung dieser Ausstattung ist die Jugendpastoral auf Unterstützung von aussen angewiesen, da die Diözese nur über begrenzte eigene Mittel verfügt.
Die Kirche – hier im Speziellen die «Pastoral Juvenil» und die «Obras Misionales Pontificias» – übernimmt die Rolle, die Pro Juventute z.B. in der Schweiz hat.
Dieses Projekt, welches in Cochabamba Räume der Begegnung schafft, steht somit beispielhaft für das Engagement der Kirche in Bolivien, die vielerorts ähnliche Angebote trägt und ermöglicht. Damit solche Initiativen bestehen bleiben und weiterentwickelt werden können, ist nicht nur die Jugendpastoral in Cochabamba, sondern die Kirche in Bolivien als Ganzes auf Unterstützung angewiesen.
Unterstützung ermöglicht Kontinuität
Durch Ihre Spende wird es möglich, dass junge Menschen in Bolivien auch künftig Orte finden, an denen sie auf ein offenes Ohr stossen und Begleitung erhalten – gerade in herausfordernden Lebensphasen.
Ihre Unterstützung - in Form einer Spende oder eines Gebetes - stärkt die Arbeit der Kirche in Bolivien und hilft, Projekte wie die Jugendpastoral in Cochabamba langfristig zu sichern und weiterzuführen.
Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung!